Austausch mit dem Seniorenbeirat Höchstädt

 In Allgemein

Als langjähriger Seniorenbeauftragter der Freie Wähler Landtagsfraktion war es mir ein wichtiges Anliegen, einer Einladung des Höchstädter Seniorenbeirats zu einem Gespräch am 3. November zu folgen. Mein starkes Engagement beim geplanten Seniorenmitwirkungsgesetz war folgerichtig ein Schwerpunkt unserer Unterredung unter der Leitung der Sprecherin des Seniorenbeirats, Isabella Schwägerl. Da am kommenden Dienstag der aktuelle Gesetzentwurf auf der Agenda der Plenarsitzung des Bayerischen Landtags ist und in 1. Lesung behandelt wird, ist das Thema aktueller denn je.
 
Aufgrund eines Treffens der LandesSeniorenVertretung Bayern suchten Frau Schwägerl und Schriftführerin Angelika Spring das Gespräch mit mir. Gerne habe ich bei diesem fachlichen Austausch im Saal des Höchstädter Spitalforums meine Sicht dargelegt, wie ein Seniorenmitwirkungsgesetzt gestaltet werden sollte – wie auch schon beispielsweise beim Gespräch mit dem Seniorenrat Langenzenn am 7. Oktober.
 
Die nunmehr lange Entstehungsgeschichte des Seniorenmitwirkungsgesetzes habe ich am 21. Oktober 2020 in einer Plenarsitzung ausgeführt. Umso enttäuschter bin ich über den aktuellen Entwurf, dem ich so nicht zustimmen kann – zum Beispiel, weil meines Erachtens jede bayerische Gemeinde ab 5.000 Einwohnern eine Seniorenvertretung haben sollte. Im Sinne meiner Ablehnung befürworte ich vielmehr eine Petition des Seniorenrats Langenzenn, die das Thema transparent macht.
 
Im Zuge des Gesprächs in Höchstädt stellte man mir eine dringend notwendige Querungshilfe in der Herzogin-Anna-Straße vor. Um von den nahegelegenen Senioreneinrichtungen die Geschäfte jenseits der Herzogin-Anna-Straße aufsuchen zu können, ist auf Höhe des derzeitigen Norma-Marktes eine seniorengerechte Überquerung der stark (auch mit Lastwägen) befahrenen Hauptstraße vonnöten.
 
Hinzu kommt, dass hinter dem aktuellen Norma-Gebäude ein deutlich größerer Neubau des Discounters entsteht, was zu einer noch stärkeren Frequenz führen wird. Die nächste vorhandene sichere Querungsmöglichkeit ist für mobil eingeschränkte Senioren (z. B. mit Rollator) zu weit entfernt. Insofern ist es wichtig, dass für die betroffenen Senioren nicht nur Norma, sondern auch weitere Geschäfte der nahen Umgebung leichter erreichbar sind und vor allem ohne Lebensgefahr. Schließlich führt über die Herzogin-Anna-Straße der gesamte Verkehr des Donautals in Richtung Wertingen und Augsburg.
 
Ich werde mich gerne für eine Querungshilfe im Sinne der Senioren, aber auch der gesamten Bürgerschaft einsetzen! Denn ich konnte mich selbst vor Ort überzeugen, dass eine Querung der Herzogin-Anna-Straße an der betreffenden Stelle kaum möglich war. Andererseits sollen aber Senioren am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Mal ganz davon abgesehen, dass sie bei ehrenamtlicher Arbeit das Rückgrat stellen – als Schülerlotsen, im Asylbereich und vieles mehr … Aber auch für die Geschäfte ist es wichtig, dass sie von möglichst vielen Menschen frequentiert werden, eben auch Senioren!
 
Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler