Attraktivität der Ausbildung zur Pflegefachkraft steigern!

 In Allgemein

Am 6. Oktober besuchte ich einmal mehr die Berufsschule Höchstädt, um mich mit der Schulleitung über die Weiterentwicklung der Pflegeausbildung auszutauschen. Schulleiter Gerhard Weiß, sein Stellvertreter Manfred Bäuml und Miriam Trülzsch, Fachbetreuerin an der Berufsfachschule für Sozialpflege, waren meine Gesprächspartner.

 
Das Schwerpunktthema war eine angestrebte Steigerung der Attraktivität der schulischen Pflegeausbildung. Angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels in allen Pflegebereichen ist es dringend vonnöten, die Pflegefachschule für junge Menschen noch attraktiver zu machen. Dabei gilt es, Fach- und Sozialkompetenz gleichermaßen zu vermitteln wie Allgemeinwissen und Empathie.
 
Insofern sind einerseits entsprechende finanzielle Anreize in Pflegefachschulen nötig. Ebenso ist es nach unserer gemeinsamen Auffassung geboten, den Ausbildungsweg über die Pflegefachschule auf insgesamt vier Jahre anzugleichen (statt bisher fünf). In der Kindertagespflege gibt es ebenfalls eine erfolgte Verkürzung der Ausbildung auf vier Jahre, was sich bestens bewährt hat. Dem Problem des Mangelberufs könnte durch eine verkürzte Ausbildungszeit wirksam begegnet werden. Diese Anregung habe ich an Staatsminister Prof. Dr. Michael Piazolo herangetragen und wir sind diesbezüglich im entsprechenden Dialog.
 
Zudem wäre es angebracht, das Grundgehalt unserer Pflegefachkräfte anderen vergleichbaren Berufsgruppen mit gleicher, bzw. gleichwertiger Ausbildung und Ausbildungsdauer anzupassen. Aufgrund der inhaltlichen Einigkeit habe ich im Rahmen meiner Möglichkeiten meine Unterstützung bei der Attraktivitätssteigerung der Ausbildung zur Pflegefachkraft zugesagt. Frau Trülzsch und den Herren Weiß und Bäuml dankte ich sehr für deren wertvolle Informationen, die ich bei meiner politischen Arbeit zur Verbesserung der Situation gerne berücksichtigen werde.
 
Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler