Einsatz für eine Mutter mit Kindern aus Nigeria

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Es war mir ein Bedürfnis, die Vertretung beim Tagesordnungspunkt 20 des Petitionsausschusses am 28. September zu übernehmen. Behandelt wurde der Fall einer nigerianischen Mutter und ihrer zwei Kinder, die im Kirchenasyl bei Franziskanerinnen in Mödlingen leben. Wer sich mit der Geschichte der Familie befasst, ist erschüttert – insbesondere dahingehend, da auch der elfjährigen Tochter die Genitalverstümmelung droht, falls sie abgeschoben werden sollte.

Schwester Clara Mende wandte sich deshalb vor geraumer Zeit an mich und ich sagte zu, mich im Rahmen meiner Möglichkeiten für den Verbleib der Familie im Landkreis Dillingen einzusetzen. Aktuell arbeitet die 2019 geflohene Mutter im Mutterhaus und das Ziel ist, dass sie eine formelle Arbeitserlaubnis erhält, die ihr eine Ausbildung im Pflegebereich ermöglicht – und somit auch den Verbleib ihrer Kinder in der hiesigen Schule, wo sie bereits integriert sind. Die Tochter wäre dadurch vor schlimmer Pein geschützt.

Insofern ist mir mein Einsatz für diese Familie sehr wichtig. Das Ergebnis der Beratung im Petitionsausschuss war, dass die Entscheidung zunächst vertagt wurde und versucht wird, über die Härtefallkommission eine endgültige Lösung zu finden. Bemerkenswert ist auch, dass sich außer den Ordensschwestern viele weitere Menschen aus unserem Landkreis an mich gewandt haben mit der Bitte, ein Bleiberecht für die Familie zu unterstützen.

So berichtete heute die Donau Zeitung über die Franziskanerinnen „auf politischer Mission“ …

Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler