Treffen mit Biogas-Kleinkraftanlagen-Betreibern

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Am 22. September traf ich mich mit Biogas-Kleinkraftanlagen-Betreibern auf dem Gelände der Thomas und Claudia Kornmann GbR Landwirtschaft (Kratzhof 3 in Harburg) – Herr Kornmann ist ebenfalls Betreiber einer Biogas-Kleinkraftanlage.

Das Thema war die Möglichkeit der Leistungserweiterung von Kleinkraftanlagen bis zu 75 kW. Ab 2023 ist bekanntlich eine Erweiterung bis 150 kW möglich, jedoch nicht für alle Betreiber. Anlagen ab 2018 sind zwar nachrüstbar, nicht jedoch davor gebaute. Wer sich also frühzeitig in diesem Bereich engagierte, ist nun benachteiligt. Die Möglichkeit von zusätzlichen Genehmigungen ist aber sehr wichtig.

Ich habe nach dem gemeinsamen Austausch das Thema in den zuständigen Arbeitskreis der Freie Wähler Landtagsfraktion eingespeist und gleichzeitig den entsprechenden Fachsprecher des Wirtschaftsministeriums kontaktiert, jeweils mit der Bitte um Unterstützung.

Beiliegend sind detailliertere Informationen zur Leistungserweiterung von Biogasanlagen/Güllekleinanlagen nach EEG 2023. Darüber hinaus fasse ich fünf überlegenswerte Punkte zur Optimierung aller Güllekleinanlagen zusammen:

1) Leistungserweiterung der bestehenden Anlagen auf die Konditionen des EEG 2023

  • Mehr erzeugter Strom
  • Mehr Wärme für Anlieger und wirtschaftlichere Wärmenetze
  • Mehr energetisch genutzte/r Gülle/Mist
  • Einsatz von mehr Gras, somit Nutzung von Restflächen

2) Flexibilisierung ermöglichen ohne Obergrenze

  • Flexible Strombereitstellung
  • Ausgleich von Netzspitzen
  • Bessere Ausnutzung der Bemessungsleistung
  • Möglichkeit, bei Mangelsituationen schnell höhere Leitungen bereitzustellen

3) Grasanteil im Substratmix erhöhen, Mais auf 20 % begrenzen

  • Restflächen können genutzt werden ohne Begrenzung
  • Landschaftspflegematerial kann ohne Begrenzung eingesetzt werden
  • statt Kleegras muss Gras und Kleegras in den Gesetzestext
  • Gras von 10 % auf 30 % erhöhen, besser unbegrenzt

4) Gülle-/Mist-Anteil nach Anlagengröße staffeln

  • kleinen und mittleren Betrieben die Chance geben, Mist und Gülle zu verwerten
  • dadurch weniger Methan-Emissionen durch Gülle/Mist

5) Zugang zum Stromnetz vereinfachen, Bürokratie abbauen

  • schnelle Leistungserhöhung

Bekanntlich kämpfe ich seit Langem für eine Optimierung und Erweiterung von Biogasanlagen, um eine größere Versorgungssicherheit sowie eine Kostendämpfung im Energiesektor zu erreichen – siehe zum Beispiel hier.
Ich bleibe dran!

Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler