„Heimatbanken ignorieren ihren Gründungsauftrag“

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P R E S S E M I T T E I L U N G
Häusler und Jarasch: „Heimatbanken ignorieren ihren Gründungsauftrag“

Tief enttäuscht und erzürnt reagieren die betroffenen Kundinnen und Kunden der bisherigen Biberbacher Banken, der Sparkasse Schwaben-Bodensee und der VR-Handels- und Gewerbebank, auf die ignorante Haltung der bisherigen Ortsbanken, ein Mindestmaß an Bankdienstleistungen der Biberbacher Bevölkerung auch künftig anzubieten.

Bereits am 07. April diesen Jahres hat sich der örtliche Landtagsabgeordnete Johann Häusler an die beiden Bankvorstände gewandt, um den Wunsch, aber insbesondere den Unmut von Kunden und Geschäftspartnern der beiden Banken deutlich zum Ausdruck zu bringen und ihnen gleichzeitig eine praktikable Lösung vorzuschlagen.

Nach der Schließung der beiden örtlichen Filialen wurde seitens der Banken gegenüber der Gemeinde signalisiert, im mittlerweile in Betrieb gegangenen Dorfladen zumindest einen gemeinsamen Geldautomaten, jeweils einen Kontoauszugsdrucker und einen Briefkasten für die Überweisungsbelege zur Verfügung zu stellen. Der Markt Biberbach als Bauherr für den Dorfladen kam den Wünschen der federführenden Bank, der Sparkasse Schwaben-Bodensee, nach und investierte in den Neubau die dafür notwendige Infrastruktur, die sich auf einen rund fünfstelligen Betrag aufsummierte.

Nachdem durchsickerte, dass ausschließlich ein gemeinsamer Geldautomat installiert werden sollte, wandte sich der Biberbacher Parlamentarier Johann Häusler auf Bitten von betroffenen Kunden, der Geschäftsführerin des Dorfladens Johanna Glink und von Bürgermeister Wolfgang Jarasch an die beiden Banken mit der Forderung, die in Aussicht gestellten Zusagen einzuhalten und den Geldautomaten mit einer zusätzlichen Bargeldeinzahlfunktion auszustatten.

Mit Schreiben vom 24. und 25. Mai, Eingang am 01. Juni, erreichte den Abgeordneten die entsprechende Absage. Daraufhin reagierten die drei Petenten, Johanna Glink, Wolfgang Jarasch und Johann Häusler mit einem erneuten Appell an die Bankvorstände, diese kundenfremde, ignorante Haltung aufzugeben und ihre Entscheidung zu revidieren.

Nach Auffassung von MdL Johann Häusler konterkarieren die Bankvorstände ihre jeweiligen Gründungsaufträge und vernachlässigen ihren sozialen Auftrag, jedermann eine erreichbare Geldinfrastruktur zur Verfügung zu stellen, die auch die persönliche Privatsphäre berücksichtigt.

Bürgermeister Wolfgang Jarasch macht die Banken für die zusätzlichen Investitionen verantwortlich, die für den Betrieb nur eines einzelnen Geldautomaten nicht nötig gewesen wären. Darüber hinaus erwarte er, sich auf Aussagen von Bankverantwortlichen auch verlassen zu können.

Geschäftsführerin Johanna Glink spürt den täglichen Ärger von Kundinnen und Kunden, die gerne den erwarteten Service in Anspruch genommen hätten. Außerdem stünde ihr ohne die aufwendigere Raumaufteilung ein zielgerichteteres Raumangebot für das Alltagsgeschäft zur Verfügung.

Fakt ist: Mittlerweile ist ein Geldautomat installiert. Von einem Postkasten, geschweige denn von den beiden Kontoauszugsdruckern, fehlt jede Spur. Die Betroffenen empfinden dies als Missachtung gegenüber der Biberbacher Bevölkerung, aber auch dem ländlichem Raum. Die Bankvorstände handeln hier entgegen des Auftrags ihrer Gründer: Der ländlichen Bevölkerung problemlosen Zugang zu Geldgeschäften zu ermöglichen.

Johann Häusler, MdL
Wolfgang Jarasch, 1. Bürgermeister
Johanna Glink, Geschäftsführerin