Erfolgreich für volljährige Berufsschüler

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Zunächst wandte sich die Berufsschule Höchstädt an mich, weitere Petenten folgten nach. Es ging um Übernachtungsmöglichkeiten für auswärtige volljährige Schülerinnen und Schüler. Diese durften zwar die Berufsschule besuchen, nicht jedoch im angeschlossenen Wohnheim übernachten, sofern sie nicht alle 48 Stunden einen negativen PCR-Test nachgewiesen haben. Je nach Standort kann ein solcher PCR-Test 80 Euro kosten, was angesichts der gewöhnlich geringen Ausbildungsvergütung bei Azubis immens viel Geld ist. Mal ganz von der Ungerechtigkeit abgesehen, dass ein 17-jähriger Azubi mit einem kostenlosen Schnelltest übernachten konnte, wer aber 18 Jahre alt ist, nur mit dem teuren PCR-Test. Bei drei pro Woche kommt man da auf über 200 Euro!

Also wurde ich gebeten, mich um eine pragmatischere Lösung zu bemühen. Am 12. Januar kontaktierte ich diesbezüglich Gesundheitsminister Klaus Holetschek und machte ihn auf die prekäre Situation aufmerksam. Insbesondere, da immer mehr Schüler dem Unterricht fernblieben und mitunter gar bei winterlichen Temperaturen übernachteten. Zusammen mit meinem Fraktionsvorsitzenden Florian Streibl wandten wir uns in dieser Angelegenheit zudem an Staatsminister Dr. Florian Herrmann von der Bayerischen Staatskanzlei. Hoch erfreut erhielten wir am 19. Januar von Dr. Herrmann eine Vollzugslösung, die mit dem Gesundheitsministerium abgestimmt ist: Volljährige Berufsschülerinnen und -schüler müssen demnach nur noch bei der Anreise im Wohnheim einen negativen PCR-Testnachweis vorlegen. Danach, also während der Phase des Blockunterrichts, sind keine weiteren PCR-Testungen erforderlich.

Einerseits habe ich gerne die Berufsschule Höchstädt und andere über diesen Erfolg informiert, andererseits wandten sich inzwischen andere berufliche Ausbildungsstätten an mich. Es stellte sich heraus, dass bei der dualen bzw. überbetrieblichen Ausbildung dieselbe Problematik vorlag. Somit wandte ich mich nochmals an Staatsminister Dr. Florian Herrmann und bat um Gleichstellung mit den Berufsschulen. Nicht minder erfreut war ich, als mir Dr. Herrmann in der gestrigen Plenarsitzung diese Gleichbehandlung zusagte, so dass nunmehr auch für die Azubis von Ausbildungszentren in den angeschlossenen Wohnheimen eine pragmatischere Lösung vorherrscht. Da mir als Bildungspolitiker die berufliche Bildung und Weiterbildung ganz besonders am Herzen liegt, war für mich diesbezüglich dieser Einsatz außerordentlich wichtig und ist letztendlich von Erfolg gekrönt worden.

Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler