MDL HÄUSLER VOR ORT – diesmal in Welden

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Mein Besucherreigen mit nordschwäbischen Kommunalpolitikern führte mich kürzlich nach Welden. Bei strahlendem Sonnenschein empfing mich Bürgermeister Stefan Scheider nicht minder strahlend im Schatten der Klosterkirche St. Thekla (siehe letztes Foto). Im Gespräch erwies sich schnell, wie vorteilhaft das baurechtliche Vorwissen von Bgm. Scheider für sein kommunales Amt ist, der zuvor Bauamtsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Welden war. Ob der Erweiterungsbau des Schützenheims, die Unterstützung einzelner Bauprojekte der Gewerbebetriebe oder die aktuellen und zukünftig geplanten Bauleitplanverfahren – für den gelernten Verwaltungsfachwirt quasi ein Heimspiel …

 
Eine Zukunftsvision hat der Bürgermeister und Weldener mit Herz und Seele auch: eine barrierefreie Ortsmitte, von der Pfarrkirche Maria Verkündigung bis zum Rathaus. Ein Projekt, das sicher nicht in einem Jahr zu bewältigen ist, schon gar nicht in schwierigen finanziellen Zeiten. Zudem auch die Sanierung der Kläranlage und der Ausbau des Hochwasserschutzes, vor allem ein Hochwasserdamm, ansteht. Dabei stellte sich heraus, dass die von den Naturschutzbehörden geforderten Maßnahmen aufgrund von europaweiten Ausverkäufen (z. B. Fledermausnistkästen) und die für die Umsiedlung schützenswerter Tierarten jetzt zusätzlich erforderlichen Grundstücksflächen nicht einfach mal zu kaufen sind. Ansonsten droht, dass sich das Projekt um ein weiteres Jahr verzögert. Auch mit solchen Sorgen muss sich heutzutage ein Bürgermeister auseinandersetzen. Er zeigte sich aber optimistisch, diese Probleme zu lösen.
 
Weitere Gesprächsthemen waren die Kompensationsverordnung und der damit verbundene Ökopunkte-Handel, die überwundenen Anfangsschwierigkeiten des Pflegeheims, dessen 77 Plätze nunmehr glücklicherweise belegt sind, oder die beantragte dauerhafte Installation der bis dato provisorischen Fußgängersignalanlage vor dem Pflegeheim. In diesem Zusammenhang lobte Stefan Scheider die Weldener Bevölkerung für ihre Bereitschaft zur Mithilfe und die verstärkten sozialen Vernetzungen zwischen den Institutionen und Vereinen. Auch ein Grund zur Freude ist die dauerhafte Betriebserlaubnis und die Baugenehmigung für den Waldkindergarten Welden, mit ihrer weit und breit einzigartigen altersgeöffneten Gruppe für Kinder unter 3 Jahren (U3).
 
Das wohl umfangreichste Vorhaben könnte die geplante Betriebserweiterung des Sägereibetriebs Ehrenreich werden, letztendlich geht damit auch die Sicherung eines wichtigen Gewerbesteuerzahlers im Markt Welden einher. Dies darf aber nicht zu Lasten der umliegenden Bevölkerung und Wohnbebauung erfolgen. Viele weitere Aspekte – sowohl auf Kommunal- wie auf Landesebene – haben wir noch diskutiert, so dass eineinhalb Stunden wie im Flug vergingen. Alles in allem war es wieder ein wunderbarer politischer und sozialgesellschaftlicher Austausch mit einem stets wohlgelaunten Bürgermeister Scheider, aufgrund dessen ich viele wertvolle Informationen für meine Landtagsarbeit gewonnen habe.
 
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Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler