Innovationen, technischer Fortschritt, Bürokratieabbau

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Im gut besuchten Feststadel des Gasthauses Sonne in Untermagerbein trafen sich am Montagabend zahlreiche interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den Gemeinden Mönchsdeggingen und Bissingen, darunter auch viele Gemeinderäte. Sie folgten somit der Einladung des Vorsitzenden Ewald Beck vom Verein „Mündige Bürger e.V.“ und des Landtagsabgeordneten Johann Häusler.

MdL Häusler ist in seiner Ansprache vornehmlich auf Landesthemen eingegangen, aber auch auf die Bedeutung der anstehenden Bundestagswahl sowie auf regionale infrastrukturelle Themen. Dass ihm die soziale Gerechtigkeit ein wichtiges Anliegen ist, merkte man bei seiner emotionalen Rede schnell. Dazu gehöre auch ein höherer Mindestlohn, mindestens 12 Euro – gerne auch mehr. Denn je höher der Mindestlohn sei, umso mehr wirkt er der Altersarmut entgegen und entlastet später die Sozialkassen. Überhaupt müssten gerechtere Löhne dazu beitragen, dass sich die Arbeit wieder mehr als bisher lohne. Hartz4 sei schließlich kein Beruf und müsse weitestgehend minimiert werden bzw. möglichst viele Empfänger in Lohn und Brot versetzt werden.

Häusler betonte zudem die Bedeutung des Mittelstands und der Wertschöpfung als Garant für Arbeitsplätze. Unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und damit einhergehend die Sicherung des Wohlstands und unseres Wirtschaftsstandorts dürfe nicht gefährdet werden. In diesem Zusammenhang warnte er hinsichtlich der Bundestagswahl vor einem Linksruck, der die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft sowie den immensen technologischen Fortschritt in Deutschland massiv gefährden würde. Unser Wohlstand ließe sich nicht durch Verbote generieren, sondern durch Innovationen, technischen Fortschritt und Bürokratieabbau.

Beim Thema Bundestagswahl stellte sich natürlich der anwesende Bundestagskandidat Ulrich Reiner aus Bissingen vor. Er führte aus, dass neben seinem persönlichen Engagement (Feuerwehr, Fußball-Schiedsrichter) er bereits jetzt Führungsverantwortung als Gemeinderat und als Obmann (Vorstand) seiner Schiedsrichtergruppe übernimmt. Beruflich sei er im weiten Feld der Kreislaufwirtschaft sowie als Ausbilder und Dozent bei der Bayerischen Verwaltungsschule tätig und sei somit bestens in zentrale Themen wie Bildung, Klimaschutz und Nachhaltigkeit involviert. Aufgrund der Sozialisierung in mehreren Vereinen seien ihm die Werte Ehrlichkeit, Beständigkeit, Zuverlässigkeit und Fleiß besonders wichtig.

Zusammen mit dem Aislinger Bürgermeister Jürgen Kopriva rief Ulrich Reiner die Anwesenden auf, ihr Wahlrecht wahrzunehmen und eingedenk der großen Herausforderungen die bewährte Kraft der politischen Mitte und der pragmatischen Politik, also die Freien Wähler, zu wählen. In einer abschließenden Fragerunde wurden noch viele weitere Themen, auch aus dem unmittelbar lokalen Bereich besprochen, bevor die kurzweilige Veranstaltung zu später Stunde zu Ende ging.