Mein Redebeitrag im Plenum am 21. Juli

Im Bayerischen Landtag setzte ich mich für die ausnahmsweise Notzulassung für Neonikotinoide ein, da insbesondere die fränkischen Zuckerrübenanbauer in Existenznöte geraten würden, indem dort die viröse Vergilbung, die durch Läuse übertragen wird sowie die bakteriöse SBR-Vergilbung, welche durch die Schilf-Glasflügelzikade übertragen wird, beinahe flächendeckend zu verzeichnen ist. Das deutsche Pflanzenschutzrecht lässt sog. Notfallzulassungen in besonderen Ausnahmesituationen, wie sie hier gegeben sind, zu.
 
Damit bekennen sich die Freien Wähler und ich sowie unser Koalitionspartner zum Zuckerrübenanbau als Existenzgrundlage vieler landwirtschaftlicher Betriebe – in Bayern sind von dieser Existenz rund 8.000 Landwirtinnen und Landwirte sowie deren Beschäftigte betroffen!
 
Im Übrigen stellte ich auf eine Nachfrage aus dem Plenum klar, dass die dargestellte Problematik nicht nur den konventionellen Rübenanbau betrifft, sondern auch den ökologischen Anbau. Denn auch bei ökologisch wirtschaftenden Zuckerrübenbetrieben gibt es Ausnahmeregelungen, indem notfalls der restriktive Einsatz von kupferbasierten Produkten zur Sicherung der Ernte unabdingbar und unter strenger fachlicher Kontrolle durchgeführt wird.
 
Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler