Agrarpolitische Exkursion nach Thüringen, Teil 2

Wie im ersten Teil berichtet, nahm die Schweinezucht den größten Teil der gemeinsamen Exkursion mit meiner Fraktionskollegin Gabi Schmidt, meinem Fraktionskollegen Dr. Leo Herz sowie Paul Brüse, dem agrarpolitischen Referenten der Freie-Wähler-Geschäftsstelle und meinem Persönlichen Referenten Peter Grab und mir ein. Hier geht es zum ersten Teil des Exkursionsberichts.
 
Nach den Führungen durch die Schweineställe, die Biogas- und die Fermentierungsanlage stellte uns Geschäftsführer Roland van Asten einen seiner Bauernhöfe vor, von wo aus wir dann eine Rundfahrt an seinen Feldern vorbei machten. Der angebaute Raps und Mais sind die Grundlage für die Fütterung der Schweine einerseits, andererseits für das Betreiben der Biogas-Anlagen. Nach diversen Halts beobachteten wir die Wanderung der offensichtlich glücklichen hauseigenen Mutterkühe, denen ein großes Weideland zur Verfügung steht.
 
Zu guter Letzt sahen wir beim Dreschen und Einfahren der Gersten-Ernte zu, während uns Roland van Asten Details zu seinen Plänen für die Van Asten Group erläuterte, wie das Unternehmen es schaffen will, sämtliche Bereiche des landwirtschaftlichen Kreislaufs unter einem Firmendach zu vereinen und zu optimieren, um eine größtmögliche Unabhängigkeit von Zulieferern oder Weiterverarbeitern zu erreichen. Die ebenfalls landwirtschaftsaffine Gabi Schmidt ließ es sich bei dieser Gelegenheit nicht nehmen, auf einen der Mähdrescher zu steigen, um selbst eine Runde zu fahren.
 
Live konnten wir erleben, welch hohen Organisationsaufwand heutzutage ein landwirtschaftlicher Betrieb erforderlich macht. Während des Personal- und Maschineneinsatzes auf den Feldern wurde noch in den Abendstunden die Personaleinteilung und der Fuhrpark für die nächsten Tage koordiniert, gleichzeitig spontan eine Lkw-Panne gemeistert sowie die Feuchtigkeit der eingebrachten Ernte überprüft, um geeignete Trocknungs- und Lagerplätze zu bestimmen.
 
Beeindruckend war zudem, wie sämtliche fachlichen Fragen der Agrarpolitiker hervorragend und nachvollziehbar beantwortet werden konnten. Bei dieser Gelegenheit fiel auf, dass Firmenchef van Asten zunehmend auf junge Arbeitnehmer setzt und diesen auf seine kollegiale und motivierende Art verantwortliche Positionen nicht nur zutraut, sondern ihnen auch wichtige Entscheidungsprozesse überlässt.
 
Alles in allem war es ein sehr lehrreicher und begeisternder Tag bis in die Nachtstunden hinein – vielen Dank, Roland van Asten!
 
Ihr Heimatabgeordneter

Johann Häusler