Einsatz für eine höhere Impfstoffzuteilung

Nachdem ich aus Pressemitteilungen und einer Bitte seitens des Landratsamtes Dillingen Kenntnis von der Benachteiligung des Landkreises Dillingen bei der Impfstoffzuteilung erfuhr, habe ich den dafür zuständigen Gesundheitsminister mit dem Sachverhalt konfrontiert und eine Gleichbehandlung für unseren Landkreis eingefordert. Ebenso wie bei unserem Landrat Leo Schrell ging es mir darum, dass unabhängig vom System der Verabreichung die einwohnerbezogene Gesamtimpfdosis in vollem Umfang zur verfügung gestellt werden sollte. Will heißen: Je weniger Impfdosen an die Hausärzte geliefert werden, umso mehr sind an die jeweiligen Impfzentren zu liefern.

Allein die Tatsache, dass im Landkreis Dillingen aktuell weniger Arztpraxen für die Corona-Impfung zur Verfügung stehen, darf nicht dafür ausschlaggebend sein, wieviel Impfstoff den Landkreis insgesamt erreicht. Die meiner Kenntnis nach geläufige Handhabung einer getrennten einwohnerorientierten Zuordnung an die Impfzentren und einer eigenen einwohnerunabhängigen Zuteilung an die Arztpraxen benachteiligt auf diese Weise den Landkreis Dillingen massiv und widerspricht im Ergebnis jeglichem Gleichheitsgrundsatz. Immerhin hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stets betont, dass die Impfstoffzuteilung an die Bundesländer im Verhältnis zur Einwohnerzahl erfolgen soll.

Warum das Gesundheitsministerium in München es anders handhabt, erschließt sich mir nicht. Alle Petenten zusammen, Landrat und Abgeordnete, konnten bisher lediglich zusätzliche 1.600 Impfdosen für unseren Landkreis erwirken, welche die dargelegte Ungleichbehandlung nur marginal ausgleichen. Mit der beschriebenen Verteilpraxis wird von Woche zu Woche die Diskrepanz der bayerischen Impfquoten unter den Landkreisen und kreisfreien Städten immer größer. Dies wirkt sich im Besonderen sehr nachteilig für unseren Landkreis aus, da er gemeinsam mit den unmittelbaren westlichen Nachbarn ein deutlich überdurchschnittliches Infektionsrisiko aufgrund der hohen Inzidenzwerte aufweist.

Insofern unternahm ich mit dem nachstehenden gestrigen Schreiben einen weiteren Vorstoß zur Verbesserung der Situation in unserem Landkreis. Mit der gleichen Zielsetzung wende ich mich zudem an unsere FW-Kabinettsmitglieder mit der Bitte um Unterstützung meiner nachvollziehbaren Forderung für den Landkreis Dillingen.

Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler