Videokonferenz zur Gewässerreinhaltung

Die Corona-Beschränkungen haben auch den Arbeitsalltag von Politikern stark verändert. Es vergeht praktisch kein Tag ohne eine ViKo, also eine Videokonferenz. Diese Möglichkeit nutze ich vor allem, um sich auch in Corona-Zeiten bei verschiedenen Themen auf den aktuellen Stand zu bringen sowie neue Aspekte von Betroffenen und Fachleuten zu erlangen.

 
Nicht weniger wichtig ist mir, dass die Gesprächspartner/innen merken, dass ich mich weiterhin um ihre Belange kümmere. Ein Beispiel ist die kürzliche ViKo zur Reinhaltung von Fließgewässern. Gesprächspartner waren Karl Ketterl von der Schutzgemeinschaft zur Gewässerreinhaltung in den Kanälen Augsburgs und zwei Mitarbeiter des bayerischen Umweltministeriums.
 
Die CSU-Fraktion vertrat mein Landtagskollege Andreas Jäckel, für die FREIE WÄHLER Landtagsfraktion nahm ich teil. Die aktuellen Herausforderungen beim Wasserschutz erläuterte Umweltschützer Ketterl aus seiner täglichen Praxis heraus – es ging um Aspekte wie die Entsorgung anthropogener und „biogener“ Stoffe aus dem Wasser, die Digitalisierung im Gewässerschutz oder diverse Expertisen zum Thema Plastik in Fließgewässern.
 
Seine Abfallanalyse ergab, dass bei den nichtnatürlichen Stoffen im Augsburger Fließwasser Kunststoffe und pfandfreie Getränkedosen 45 Prozent ausmachen! Bedenkt man, dass beispielsweise 4,8 Tonnen Abfall täglich ins Schwarze Meer fließen, wird ein dringender Handlungsbedarf verständlich.
 
Eine der wichtigen Botschaften von Karl Ketterl lautete, dass zusätzliche Anreize geschaffen werden müssen, damit Menschen sich aktiv umweltgerecht verhalten. Wichtige Voraussetzung dabei ist das verstärkte Wissen über Umweltprobleme in städtischen Gewässern und darüber, was jede/r Einzelne zur Lösung beitragen kann.
 
Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler