PRESSEMITTEILUNG ZUM SOZIALPÄDIATRISCHEN ZENTRUM DER HESSING-STIFTUNG

GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG MDL HÄUSLER – MDL DR. MEHRING – STADTRAT GRAB

MdL Häusler: „So geht man nicht mit dem bewährten Sozialpädiatrischen Zentrum um!“
Verwaltungsrat Grab: „Eine Entscheidung auf dem Rücken von Kindern und Jugendlichen ist nicht hinnehmbar!“

Am 16. Dezember 2020 hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) entschieden, dass das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) der Hessing-Stiftung  zum 1. Januar 2021 Teile der Behandlung einstellen muss. Diese Nachricht kurz vor der Weihnachtszeit hat nicht nur den Direktor der Hessing-Stiftung, Herrn Roland Kottke überrascht. Auch die Eltern der betroffenen Kinder und Jugendlichen zeigen sich von dieser Nachricht betroffen, insbesondere hinsichtlich der Kurzfristigkeit der Entscheidung und der Tatsache, dass den Kindern und Jugendlichen nicht einmal eine Übergangszeit eingeräumt wird, nachdem die KVB gleichzeitig entschieden hat, dass künftig das Josefinum die Leistungen des SPZ erbringen soll.

Landtagsabgeordnete Johann Häusler und Dr. Fabian Mehring haben kein Verständnis für diese Vorgehensweise. Häusler: „Als familienpolitischer Sprecher der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und Mitglied des Sozialausschusses ist mir ein solcher Vorgang noch nicht untergekommen. Nicht nur die Kurzfristigkeit der Bekanntgabe an die Betroffenen ist ein Unding. Befremdlich ist zudem, dass bis zum heutigen Tag keine Begründung der Entscheidung der KVB vorliegt, so dass es der Hessing-Stiftung verunmöglicht wird, rechtzeitig eventuell berechtigte Einsprüche zu verfolgen, während gleichzeitig Tatsachen geschaffen werden.“

WSA-Stadtrat Peter Grab, zugleich Verwaltungsrat der Hessing-Stiftung, ergänzt: „Wie kann man bewährte Strukturen gerade in einem solch sensiblen Bereich ohne Not aufgeben, die dem Wohl von Kindern und Jugendlichen dienen? Natürlich ist auch das Josefinum eine hochgradig qualitative Einrichtung. Jedoch ändert dies nichts daran, dass auch von Eltern bestätigt wird, dass das Sozialpädiatrische Zentrum der Hessing-Stiftung seit Jahren wertvolle Arbeit leistet – im Sinne der Kinder und Jugendlichen. Der Entschluss der KVB muss unbedingt nochmals geprüft werden – unter Einbeziehung aller wesentlichen Beteiligten! Auch eine Vor-Ort-Begehung des Zulassungsausschusses ist zeitnah anzustreben.“

Im Sinne der obigen Ausführungen unterstützen MdL Häusler, MdL Dr. Mehring und Stadtrat Grab die für heute erwartete Einreichung einer Petition an den Bayerischen Landtag, dass die Entscheidung der KVB überdacht wird. Wenn es um Kinder geht, die eine langfristige Behandlung und Betreuung benötigen, bei der der Aufbau von Vertrauenspersonen eine wesentliche Grundlage ist, dann darf es keine solchen Entscheidungen geben, die dem Wohl der Betroffenen entgegen stehen. Sollte es überzeugende, leider noch immer nicht bekannten Gründe geben, warum die Behandlung der Kinder im Josefinum besser sei, so gilt es, wenigstens eine angemessene Übergangsfrist von mehreren Monaten zu gewährleisten, um die Kinder und Jugendlichen, aber auch die Eltern auf die Veränderungen angemessen vorbereiten zu können. Am Besten wäre es natürlich, eingefahrene und bewährte Strukturen nicht unnötig aufzugeben und die Vorteile von jahrelangen Erfahrungen des SPZ der Hessing-Stiftung entsprechend zu gewichten.

MdL Johann Häusler / MdL Dr. Fabian Mehring / Stadtrat Peter Grab

Nähere Informationen zum Sozialpädiatrischen Zentrum der Hessing-Stiftung gibt es hier.