Vor-Ort-Termin mit Politikern am Peterhof

Vor-Ort-Termin mit Politikern am Peterhof – Erläuterungen zum Planungsstand der Staatsstraße 2036 vom Staatlichen Bauamt

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Johann Häusler fand heute eine Vor-Ort-Besprechung am Peterhof hinsichtlich des geplanten Ausbaus der Staatsstraße 2036 statt. Häuslers Einladung zum Erörterungstermin mit dem Staatlichen Bauamt Augsburg folgten:
– Sigrid Steiner, 3. Bgm. der Stadt Gersthofen in Vertretung des 1. Bgm. Michael Wörle
– Heinrich Jäckle, 1. Bgm. der Gemeinde Heretsried
– Erwin Almer, langjähriger Gemeinderat aus Gablingen.

Seitens des Staatlichen Bauamtes informierte Herr Stefan Heiß (Abteilungsleiter der Gebietsabteilung Landkreis Augsburg) die Politiker hinsichtlich des aktuellen Planungsstandes zum Bauabschnitt Holzhausen bis Abzweigung Adelsried und zum künftigen Bauabschnitt zwischen Heretsried und Emersacker. Anlass der Einladung war für Häusler die derzeit geführte Diskussion um den geplanten Neubau weitgehend auf der Bestandsstrecke versus des vom Bund Naturschutz geforderten größtmöglichen Ausbauverzichts bzw. einer weitgehenden Bestandssanierung.

Grundlage des derzeitigen Planungsverfahrens sind die Petitionen der Ausbaugegner einerseits und der Holzwinkel-Gemeinden andererseits. Mittlerweile hat das Staatliche Bauamt die aktuellen Planungen den betroffenen Kommunen Gersthofen, Gablingen und Heretsried vorgestellt, deren Ratsgremien die aktuelle Kompromisslösung durchaus als zielführend erachten.

Häusler hat die ursprüngliche Planung abgelehnt, da aus seiner Sicht wesentliche Kriterien nicht berücksichtigt wurden. Konkret bemängelte er den massiven Einschnitt im Bereich Peterhof in Richtung Abzweigung Lützelberg sowie den zusätzlich geplanten begleitenden Wirtschaftsweg und die Verlegung eines relativ neuen Radweges in diesem Abschnitt. Diese Maßnahmen hätten zu massiven Einschnitten und Abgrabungen im Bannwald-Bereich geführt und zu großen Abholzungen bzw. Flächenverbrauch – mal ganz von der Steuerverschwendung abgesehen.

Des Weiteren sprach er sich für eine Reduzierung des Kurvenradius im Bereich der Streuobstwiese nahe dem Peterhof aus und für eine Minimierung der Fahrbahnbreite auf sieben Meter. Da in der Fortführung in Richtung Hirblingen ebenfalls nur mit sieben Metern ausgebaut ist, dort aber bereits ein ähnlich starkes Verkehrsaufkommen aus der Kreisstraße A5 von Gablingen kommend vorherrscht, ergibt es keinen nachvollziehbaren Sinn, die Fortführung der Staatsstraße 2036 breiter zu gestalten.

Stefan Heiß erläuterte den Teilnehmern, dass der jetzige Planungsentwurf die Vorgaben beider Petitionen zusammenführt und im Wesentlichen die Einwendungen der Petenten im Rahmen des rechtlich und praktisch Machbaren berücksichtigt.

Aus Sicht der Vertreterin der Stadt Gersthofen, Sigrid Steiner, ist es zwingend geboten, auch während der Umbauphase die Erreichbarkeit des Peterhofs für den Ausflugs- und Radverkehr in wenigstens einer Richtung aufrecht zu erhalten. Dies sagte Herr Heiß zu und merkte an, dass der Peterhof auf dem Fahrradweg durchgehend sogar von beiden Seiten erreichbar bleibt.

Bürgermeister Jäckle legte großen Wert darauf, dass das Planfeststellungsverfahren baldmöglichst eingeleitet wird. Die vorliegende Planung sei einerseits akzeptabel, die ursprüngliche Planung hätte er jedoch für besser gehalten. Herr Heiß erläuterte in diesem Zusammenhang, dass das Planfeststellungsverfahren für den aktuellen Bauabschnitt (Peterhof) spätestens Anfang 2021 eingeleitet wird. Das Planfeststellungsverfahren für den nächsten Bauabschnitt für den verbleibenden Lückenschluss zwischen Heretsried und Emersacker erwartet er ab Anfang 2022.

Häusler zeigte sich mit diesem Ergebnis des Vor-Ort-Termins zufrieden: „Meine wesentlichen Forderungen sind im aktuellen Planungsstand eingearbeitet und besonders freut es mich, dass mit dieser Planung ein Kompromiss zwischen den Holzwinkel-Gemeinden erreicht werden konnte. Meine dringlichste Forderung ist, den nächsten Bauabschnitt so bald als möglich zu realisieren, da die Radwege-Lücke zwischen Heretsried und Emersacker aus meiner Sicht das höchste Gefährdungspotential auf dieser Strecke darstellt. Zudem wird mit diesem Bauabschnitt endlich die Unterbrechung der Radwegeverbindung zwischen dem Großraum Augsburg und dem Zusam- sowie Donautal beseitigt.“

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