1000-Euro-Spende an Dillinger Unterstützergruppe

1000-Euro-Spende an die Dillinger Unterstützergruppe Asyl/Migration – Landtagsabgeordneter Häusler ehrt damit die ehrenamtlichen Mitglieder des Vereins

Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Flüchtlingsbetreuung durch die Unterstützergruppe „Asyl/Migration Dillingen a.d.D.“ e. V. übergab Landtagsabgeordneter Johann Häusler in seinem Bürgerbüro in Wertingen am 16. September einen Scheck in Höhe von 1000 Euro an den Vorsitzenden und ehrenamtlichen Koordinator des Vereins im Landkreis Dillingen, Georg Schrenk.

Einmal mehr sprach der Abgeordnete den Herren Georg Schrenk sowie Wolfgang Plarre, dem Koordinator der Helfergruppe in Wertingen, seine große Anerkennung für das intensive und bürgerschaftliche Engagement aus. Johann Häusler verfolgt seit 2015 die ehrenamtliche Aufopferung der Mitglieder und ihres Vorsitzenden, denen er größten Respekt zollt.

Auch da Corona-bedingt das traditionelle jährliche Frühstück ausgefallen ist, zu dem MdL Häusler jedes Frühjahr die lokalen Asylhelferinnen und -helfer aus dem Landkreis Dillingen eingeladen hat, hat er sich zu dieser Spende entschlossen und hofft, dass im nächsten Jahr seine Dankeschön-Einladung wieder möglich wird.

Am Rande der Übergabe blieb es natürlich nicht aus, dass aufgrund der Aktualität das Thema Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos aufkam, das eigentlich für 2800 Menschen konzipiert wurde und in dem vor der Zerstörung zeitweilig rund 18000 Personen untergebracht waren.

Landtagsabgeordneter Häusler betonte, dass in der Not schnelle Hilfe unabdingbar ist und dass er sich freut, dass die Aufnahme von besonders bedürftigen Flüchtlingen, insbesondere von unbegleiteten Minderjährigen, von der Bundesregierung aktuell um weitere 1500 Personen aufgestockt wurde – die Würde des Menschen höre schließlich nicht an der deutschen Grenze auf.

Häusler: „Es ist schlichtweg eine Frage der Humanität und christlichen Grundwerte, Menschen in akuter Not aufgrund ihrer katastrophalen Lage aufzunehmen. Dies umso mehr, als deutsche Städte, Länder und karitative Einrichtungen bereit sind, Flüchtlinge aufzunehmen!“

Der Abgeordnete wies aber auch darauf hin, dass es sich hierbei um eine solitäre Maßnahme handelt. Denn wenn Menschen bewusst das Leben anderer aufs Spiel setzen, indem sie ein Lager in Brand setzen, dann gehören diese bestraft. Diese Form von Erpressung auf Kosten von Unschuldigen darf keinen Nachahmungseffekt erzeugen.

Georg Schrenk ist entsetzt über die vollen Lager auf Moria und den Nachbarinseln: „Bereits 2016 sagte Norbert Blüm nach seinem Besuch in Idomeni, dass wir am Besten den Laden ‚Europa‘ wegen moralischer Insolvenz schließen, wenn 500 Millionen Europäer keine 5 Millionen oder mehr verzweifelte Flüchtlinge aufnehmen können! Geschehen ist nichts. Griechenland bekam von der EU über 2 Milliarden für den Aufbau und Betrieb dieser Lager. Doch die Menschen vegetieren in diesen Lagern weiter vor sich hin. Europa schaut zu, die angekündigte Aufnahme von 400 Jugendlichen war mehr als beschämend. Dass jetzt aufgrund des Drucks, der bei uns entstanden ist, über 1500 Geflüchtete in Deutschland aufgenommen werden sollen, ist zumindest ein positives Zeichen. Das Warten auf eine europäische Einigung ist jedoch zur leeren Floskel geworden.“

Die Koordinatoren Plarre und Schrenk sind der Überzeugung, dass diese Zeichen nicht ausreichen, sondern die Menschen auf den griechischen Inseln endlich menschenwürdig untergebracht und ihre Asylanträge schnellstmöglich mit rechtsstaatlichen Verfahren, orientiert am deutschen Standard, durchgeführt werden müssten.

Wolfgang Plarre: „Dass die Lage an den Außengrenzen Europas einer Lösung bedarf, ist uns Flüchtlingshelfern klar, nur sind die Abschottungsmaßnahmen Europas weder zielführend, noch wird das Los der betroffenen Menschen dadurch verbessert. Es wird dauernd über die Verbesserung der Lage in Afrika und Asien gesprochen und trotzdem machen sich täglich Tausende auf den Weg dorthin, wo sie sich eine Verbesserung ihrer Lage erhoffen. Dass der Großteil der Geflüchteten in Moria aus Kriegs- und Krisenländern wie Syrien, Afghanistan, dem Irak oder dem Libanon kommen, interessiert hier scheinbar nur Wenige!“

Johann Häusler und die beiden Koordinatoren sind gemeinsam der Überzeugung, dass jetzt, abseits von irgendwelchen Schuldzuweisungen oder Verweisen auf europäische Zuständigkeiten, den Menschen in den unwürdigen Lagern best- und schnellstmöglich geholfen werden muss!

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