Landtagsabgeordneter Häusler zu Besuch in Emersacker

Austausch zwischen Johann Häusler und Karl-Heinz Mengele – Landtagsabgeordneter Häusler zu Besuch in Emersacker

Über die aktuellen kommunalpolitischen Herausforderungen der Gemeinde Emersacker tauschten sich kürzlich Landtagsabgeordneter Johann Häusler und der neue Rathauschef Karl-Heinz Mengele aus. Thematisch ging es dabei unter anderem um die Zuschussfrage für die Behebung des Brandschadens im Schloss und die Verbesserung der Anbindung Emersackers im öffentlichen Nahverkehr, insbesondere durch die Einführung des Flexibuskonzepts. Basierend auf zentralen Knotenpunkten hat sich dieses Nachverkehrskonzept im Landkreis Günzburg bereits gut bewährt. Nun soll es auch im westlichen Landkreis Augsburg in den Probebetrieb gehen.

Einig waren sich die beiden Politiker bezüglich eines weiteren wesentlichen Themas, dem Ausbau der Staatsstraße 2036 von Holzhausen bis Emersacker: „Das Thema drängt; der derzeitige Ausbauzustand ist nicht akzeptabel“, bekräftigte Häusler und erläuterte nochmals die Behandlung der Petition im Bayerischen Landtag. Gemeinsam mit dem damaligen Ausschussvorsitzenden Erwin Huber hatte Johann Häusler erreicht, dass beide Petitionen angenommen wurden – sowohl die Eingabe der Befürworter eines Minimalausbaus auf der Bestandsstraße, als auch jene der Verfechter eines weitgehenden Neubaus entsprechend der neuesten verkehrstechnischen Erfordernisse. Der daraus erfolgte neue Planungsvorschlag des Staatsbauamts Augsburg wird derzeit diskutiert. Mengele und Häusler waren sich einig, dass der Ausbau in umweltverträglicher Variante mit weitgehender Berücksichtigung der Bestandsstraße zeitnah umgesetzt werden soll.

Darüber hinaus war es Bürgermeister Mengele wichtig darauf hinzuweisen, dass auch die durchgehende Radwegverbindung zwischen dem Augsburger Umland und dem Zusam- sowie Donautal im Bereich Heretsried bis Emersacker momentan unterbrochen ist und ein hohes Risiko für Radfahrer darstellt. Auch hier sagte Häusler ausdrücklich seine Unterstützung zu.

Mengele erläuterte dem Abgeordneten zudem die aktuellen Maßnahmen der Dorfentwicklung. In diesem Zusammenhang bestätigten die beiden Politiker den hohen Stellenwert der Integration von Jung und Alt für das Dorfleben. Im Bereich der Jugendarbeit sieht Mengele Emersacker mit 75 Kindergartenplätzen, der ausgebauten Kinderkrippe und der örtlichen Grundschule gut aufgestellt.

Häusler informierte nun in diesem Zusammenhang über Konzepte der ortsnahen Seniorenbetreuung und wies auf entsprechende Förderprogramme hin. So unterstützt der Freistaat mit dem Fördergrogramm „PflegeSoNah“ örtliche Träger mit bis zu 70.000 Euro pro Pflegeplatz. „Die Betreuung der Senioren in ihrem örtlichen Umfeld dient nicht nur dem lebendigen Miteinander der Generationen“, argumentierte Häusler. „Sie schafft Arbeitsplätze und generiert Steuereinnahmen, bindet Kaufkraft am Ort und sichert so nachhaltig die Entwicklung der Gemeinde.“ Häusler ist seniorenpolitischer Sprecher der Freie Wähler Landtagsfraktion und Mitglied des Sozialausschusses. Er verantwortet die kürzlich vorgestellte Aktionsoffensive „Alt werden in der Heimat“ der FREIE WÄHLER Landtagsfraktion und sicherte der Gemeinde Emersacker gerne seine Unterstützung zu, falls sich hier künftig Handlungsbedarf ergibt.

Foto: Landtagsabgeordneter Johann Häusler und Bürgermeister Karl-Heinz Mengele vor dem Rathaus im Schloss Emersacker.
Fotografin: Annette Gerstl

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