Kommunalpolitischer Austausch in Bliensbach

Kommunalpolitischer Austausch am 20. Juli 2020 in Bliensbach – MdL Häusler lud FREIE WÄHLER aus vier nordschwäbischen Landkreisen ein

Es dauerte Monate, bis man sich wieder zu einem politischen Austausch treffen konnte und so verwunderte es nicht, dass über drei Stunden schnell vergingen und bis zum Schluss Fragen bzw. Wortmeldungen zu verzeichnen waren – wenngleich die Teilnehmerzahl auflagenbedingt beschränkt war. Landtagsabgeordneter Johann Häusler lud ein und Vertreterinnen sowie Vertreter der Kreisgremien Augsburg (vertreten durch Melanie Schappin, Fraktionsvorsitzende im Kreistag), Dillingen (Erhard Friegel, stv. Landrat und Willy Lehmeier, stv. Fraktionsvorsitzender im Kreistag), Aichach-Friedberg (Helmut Lenz, stv. Landrat) und Donau-Ries (Michael Bosse, stv. Fraktionsvorsitzender im Kreistag) kamen ins Schullandheim in Bliensbach.

Die Gäste waren angenehm überrascht ob der Präsentation zahlreicher Anträge und Aktivitäten der FREIEN WÄHLER im Bayerischen Landtag, die MdL Häusler kurzweilig vortrug. Die lokalen Themen reichten vom persönlichen Einsatz für eine Grundsicherung des mooseums in Bächingen über die Saatkrähenabwehr in Donauried oder eine Vor-Ort-Überprüfung der Messstelle (Rote Gebiete) Höhsackgrabenquelle in Wortelstetten bis zur Unterstützung für die Kartoffelbauern im Landkreis. Auch zahlreiche bayernweite Initiativen und Gesetzesvorlagen konnte Häusler vorstellen – vom Einsatz für Omnibusunternehmen, Milchbauern oder die Forstwirtschaft über die Forderung nach mehr kommunalen Schlachthöfen und dem diesbezüglichen Strukturkonzept bis zur Stärkung der Rechte von Senioren über das Seniorenmitwirkungsgesetz, einer Anpassung des Familiengeldgesetzes oder dem Ausbau des Kinderschutzes. Schon diese unvollständige Themensammlung zeigt das breite Spektrum des Wirkens des Landtagsabgeordneten Johann Häusler auf, der auch dementsprechende Anträge sowie Abstimmungstreffen initiierte.

Bei der anschließenden Diskussion kam unter anderem zur Sprache, warum trotz der vielen Arbeit und des großen Engagements die mediale Präsenz diesen Umfang nicht widerspiegeln würde und einem anderen Landtagsabgeordneten mehr Präsenz in den lokalen Medien eingeräumt wird. Häusler antwortete, er habe ein anderes Aufgabenverständnis als Abgeordneter, nämlich das Stellen von Anträgen und Einbringen von Gesetzesinitiativen sowie viele Treffen als Kümmerer mit besorgten Bürgerinnen und Bürgern. Stattdessen Teerbeläge an Bundesstraßen zu besichtigen oder Dachstühle öffentlichkeitswirksam zu begutachten und übereifrig glorifizierende Nachrichten über Zuschüsse aus den Ministerien in die Region zu transportieren sei nicht sein Ding.

Bei seinem politischen Rückblick und Ausblick ging Häusler auch auf die nächstjährige Bundestagswahl ein sowie die Landtagskoalition mit der CSU, die er summa summarum positiv bewertete und die für die Weiterentwicklung Bayerns eine gute Arbeit leiste. Der Abend begann im sonnendurchfluteten Innenhof des Schullandheims bei einer gemeinsamen Brotzeit und mit Grußworten von Wertingens Bürgermeister Willy Lehmeier sowie Susanne Ahle als stv. Vorsitzende des FW-Kreisverbands Dillingen. Lehmeier hob die aktuellen Herausforderungen der Kommunen und insbesondere der Schulaufwandsträger hervor und wies auf die Notwendigkeit einer überörtlichen Koordination hin. Fortgesetzt wurde der kommunalpolitische Austausch aufgrund der Leinwandpräsentation in der dunkleren Turnhalle – am Ende wurden insbesondere von Susanne Ahle Anregungen zur verstärkten Zusammenarbeit innerhalb des Kreisverbandes Dillingen, aber auch mit den benachbarten Kreisverbänden Donau-Ries, Augsburg und Aichach-Friedberg. Zudem ehrte MdL Häusler einige verdiente Amtsträger, die aus ihren Ämtern ausgeschieden sind: Erhard Friegel, Ulrich Otto Müller, Roland Grandel und Werner Wittmann.

In der Hoffnung, dass bald wieder ein persönlicher Austausch möglich wird, verabschiedete ein gut gelaunter Gastgeber die zahlreichen Gäste und versprach, auch weiterhin ein Gehör für alle Anliegen zu haben und wo nötig, sich für diese im Maximilianeum einzusetzen.

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