Keine fairen Regeln bei Messstellen in Roten Gebieten

Im Bayerischen Landwirtschaftlichen Wochenblatt erschien im Juni ein ausführlicher Artikel zum Thema Messstellen in Roten Gebieten – hier ein Ausschnitt daraus:

„Messtellen sind vielfach nicht akzeptabel“

Kopfschütteln auch bei Johann Häusler. „Bei der Höhsackgrabenquelle werden keine fairen Regeln eingehalten“, wundert sich der Landtagsabgeordnete.12 % der bayerischen Messstellen betrachtet er als „inakzeptabel“ und 33 % zumindest als „kritisch“.

Das sähen auch die bayerische Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft nicht anders, so Häusler. Deshalb sei zusammen mit anderen Bundesländern eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die ein gemeinsames Konzept mit schlüssigen Kontrollbedingungen und Anforderungen an die Messstellen ausarbeiten.

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber habe zugesichert, so Häußler weiter, dass alle Messstellen noch einmal evaluiert würden. Er selbst gehe davon aus, dass dann die Höhsackgrabenquelle als Messstelle entfallen wird.

Bei der Evaluierung sollen auch die Wasserwirtschaftsämter mit ins Boot geholt werden. Derzeit gelten 21 % des Freistaats als Rotes Gebiet, obwohl nur 3 % der Trinkwasserquellen kritische Nitratwerte aufweisen. Umso notwendiger sei es, eine Binnendifferenzierung vorzunehmen.

Leguminosenanbau gefährdet

„Unsere Kulturlandschaft wird sich verändern, wenn in den Roten Gebieten die bisherigen Ausnahmeregelungen für die Landwirtschaft nicht mehr gelten“, befürchtet der Abgeordnete. So werde es beispielsweise kaum mehr einen Leguminosenanbau geben, nachdem diese Früchte Stickstoff sammeln.

Die Existenz zahlreicher bäuerlicher Betriebe wäre bedroht. Das gelte sogar für Biobetriebe, die viele Leguminosen in ihrer Fruchtfolge haben. Außerdem gebe es bereits Kritik aus den Mühlen, die sich Sorge um die künftige Beschaffung von Qualitätsweizen machen und auf Importe angewiesen sein werden. In der Folge denken die Mühlen darüber nach, ihre Investitionen in der Region zurückzufahren.

Mit dieser Befürchtung steht Häusler nicht allein. Auch Kreisbäuerin Annett Jung gibt zu bedenken, dass viele Betriebe noch mehr Futterweizen produzieren, wenn sie keinen Qualitätsweizen mehr erzeugen können. „Das trägt wiederum dazu bei, dass die Viehbestände weiter ausgebaut werden“. Für die Grundwasserqualität muss das jedoch nichts bedeuten. „Wo in Schwaben eine intensive Viehhaltung betrieben wird, zeigen sich seltsamerweise keine auffälligen Nitratwerte im Trinkwasser“, bestätigt Johann Häusler.

Hier ist der vollständige Artikel:
https://www.wochenblatt-dlv.de/…/messstellen-landwirte-extr…

Ich werde mich auch weiterhin für eine gerechtere Lösung bei den Messstellen einsetzen!

Ihr Heimatabgeordneter
Johann Häusler

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