Antrag für Hilfen für Kartoffelbauern

Landtagsabgeordneter Häusler setzt sich für Kartoffelbauern ein
Pommes-Absatzeinbruch bedroht landwirtschaftliche Existenzen

Aufgrund der mehrwöchigen Schließung der Gastronomie und der anschließenden, aktuell nur anteilig erlaubten Öffnungen sowie der Absagen von Großveranstaltungen bis mindestens August liegt der Pommes-Kartoffel-Markt am Boden. Aufgrund voller Lager und fehlendem Absatz wird nicht mehr produziert. Im Normalfall beliefern über 300 bayerische landwirtschaftlichen Betriebe die einzige bayerische Pommes-Frites-Fabrik in Rain am Lech mit bis zu 1000 Tonnen Kartoffeln täglich. Die vertraglich vereinbarten Kartoffellieferungen, die größtenteils aus den Landkreisen Donau-Ries und Dillingen, können derzeit nicht abgewickelt werden und alternative Abnahmemöglichkeiten bestehen nicht. Insofern besteht dringender Handlungsbedarf, den Kartoffelsektor zu unterstützen. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass die heimische Kartoffelproduktion zerstört wird und wir von Lieferung aus dem Ausland oder gar fernen Kontinenten abhängig werden.

Landtagsabgeordneter Johann Häusler, der sich seit jeher in Abstimmung mit den Kreisverbänden Dillingen und Donau-Ries des Bayerischen Bauernverbands (BBV) für die Landwirtschaft eingesetzt hat und insbesondere dafür, dass nach Möglichkeit durch Förderung der hiesigen Bauern kurze Lieferwege ermöglicht werden, schlägt Alarm. Bereits 50.000 Tonnen Pommes-Kartoffeln konnten aufgrund der Corona-Krise in Bayern nicht weiterverarbeitet werden und lagern bei den Landwirten. Und im August steht eigentlich die nächste Ernte an. Deshalb initiierte Häusler über die Landtagsfraktion der FREIEN WÄHLER einen Antrag, um Hilfen für die bayerische Pommes-Frites-Kartoffelproduzenten – ähnlich dem niederländischen Unterstützungsprogramm – zu erwirken. Für die heimischen Kartoffelbauern erhofft sich der Landtagsabgeordnete mit diesem Antrag, der sich gerade im Abstimmungsprozess mit dem Landwirtschaftsministerium befindet, eine wirksame Überlebenschance. Das Programm muss zwischen dem Landwirtschaftsministerium (zuständig für die Bauern) und dem Wirtschaftsministerium (zuständig für Unternehmen) entsprechend koordiniert werden. Dabei rechnet Häusler fest mit der Unterstützung des CSU-Kollegen Wolfgang Fackler, der Mitglied des Landwirtschaftsausschusses ist.

Ein Bild vor Ort hinsichtlich des Absatzeinbruchs macht sich am morgigen 27. Mai Staatssekretär Roland Weigert (FW, Wirtschaftsministerium) im Kartoffel-Centrum Bayern in Rain am Lech. An diesem Treffen nimmt auch MdL Johann Häusler teil, um seine Erfahrungen hinsichtlich der Notsituation zu vermitteln. „Ganze Branche steht still!“ (top agrar 6/2020), „Der Pommes-Absatz ist drastisch eingebrochen“ (Augsburger Allgemeine 13.05.2020) – Schlagzeilen wie diese machen ein schnelles Handeln seitens der Politik erforderlich. Häusler hofft auf eine baldige Zustimmung der CSU zum diesbezüglichen Antrag der FREIEN WÄHLER und somit auf ein tragfähiges Förderprogramm für die heimischen Bauern.

Beitragsbild: Beeki/Pixabay

Einen Kommentar hinterlassen